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Bericht 2011
Welle an Ausdauersportlern bahnt sich den Weg durchs Erbachtal – mit moderner Variante zu neuen Ufern !
Nachlese zum 1. Erbacher Volks-Triathlon am 28.05.2011
10 Jahre Ausdauersport im Erbachtal – zum „kleinen“ Jubiläum erstmals ein Triathlon
Mit der Präzision eines „Schweizer Uhrwerks“ wurden die bisherigen neun Auflagen des Erbacher Volks-Duathlons durchgeführt. Aber zum „10-Jährigen“ ließen sich die Veranstalter noch etwas Besonderes einfallen und nahmen ihre schon länger gehegte Überlegung eines Triathlons in Angriff. Eine mit wesentlich mehr Aufwand verbundene Neuerung, die insbes. dem Organisationsteam viel Geschick, immensen Tatendrang, aber auch Beharrlichkeit und Konsequenz in der Planung und Verwirklichung der so umfangreich und auch unterschiedlich auftauchenden Ideen und Vorstellungen zur Wettkampfdurchführung abverlangte. Faktoren, die ja eigentlich symptomatisch für Ausdauer-Athleten sind.
Um es vorwegzunehmen: Die Anforderungen und Herausforderungen dieser neuen Aufgabenstellung hat das Organisationsteam mit seinen über 100 Helfern und Helferinnen in beeindruckender Weise angenommen und im Ergebnis zu einer sehr gut gelungenen Premiere geführt.
Deshalb auch ein herzlicher Dank an alle Helfer/innen für ihren selbstverständlichen und gerade deshalb so wertvollen Einsatz, ohne den eine solche Mammutveranstaltung nicht machbar wäre. Aber wie ein Auto ohne Motor nur schlecht von der Stelle kommt, so benötigt ein solches Unternehmen auch ein Organisationsteam, bei dem die Fäden in der Hand liegen und von dem die Impulse ausgehen.
Anerkennung, Dank und hoher Respekt gebühren deshalb insbesondere Olaf Müller, Holger Schmid und seiner Freundin Sonja, Carola Schmid, Herbert Brandenburger, Heinz Huth, Jürgen Schumacher, Herbert Schmid und natürlich dem allgegenwärtigen Anmeldekoordinator Jürgen Eichelhard.
Sie alle haben gemeinsam mit der großen Helferschar eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die in Organisation und Logistik eigentlich nichts zu wünschen übrig ließ und an die Athleten zudem harte Wettkampfanforderungen stellte, bei denen viele an den Grenzbereich der eigenen Leistungsfähigkeit gehen mussten.
Möglich wurde der Triathlon durch die Erweiterung der bisherigen Ausdauerdisziplinen (Radfahren und Laufen) um das Schwimmen. Und da bot sich idealerweise das Naturschwimmbad „Thalhausermühle“ bei Hamm/Sieg an. Der DLRG-Ortsgruppe Hamm und deren Leiter und Schwimmmeister Gerd Mühleip gilt ein besonderer Dank, denn wie selbstverständlich und selbstlos von dort das Signal der Hilfestellung und Unterstützung kam, muss auch einmal hervorgehoben werden.
Das Wettkampfgeschehen beim Premieren-Triathlon:
Die meisten Starter bewältigten den Triathlon als Einzelstarter und absolvierten dabei alle drei Disziplinen nacheinander – einige wenige bevorzugten einen Staffelstart, wobei eine Staffel aus drei Athleten bestand, von denen jede/r dann eine Disziplin ausführte.
Entgegen den meisten Triathlonwettbewerben starteten die Teilnehmer nicht in geringen zeitlichen Abständen nacheinander, sondern es wurde ein Massenstart in etwa drei zahlenmäßig gleichen Gruppen mit jeweils etwa 15 Minuten Abstand durchgeführt. Dies erhöhte die Spannung bei etwa gleichstarken Athleten und hatte zudem den Vorteil, dass man auch taktisch mit Blickkontakt zu seinen stärksten Kontrahenten jederzeit seine Position einzuschätzen wusste. Etwas, was vielen Sportlern auch eine gute Orientierungshilfe war.
Insgesamt 159 Teilnehmer und Teilnehmerinnen gingen ab 15.00 Uhr an den Start und mussten dabei als Erstes in das mit 16 Grad Wassertemperatur noch sehr kühle Nass des „Hämmscher Freibades“ eintauchen. Nach 350 m Schwimmen erfolgte dann der Wechsel auf die 25 km lange Radstrecke. Den eben noch mit Unterkühlungserscheinungen zur Wechselzone sprintenden Athleten wurde es dann schnell wärmer. Galt es doch sofort per Pedale die langen teils 12 Grad einnehmenden Anstiege vom „Pfannenschoppen“ übers „Koppenöll“ nach Hilgenrothal zu bewältigen. Da öffneten sich sehr schnell die Poren und statt „Gänsehaut“ wechselte der Körper auf „Schweißausbruch“. Von Hilgenroth führte die Radstrecke dann leicht abfallend nach Obererbach und von dort war dann ein 3-maliger Rundkurs über Bachenberg und Hilgenroth nach Obererbach zu absolvieren. Eine sehr anspruchsvolle Strecke, mit den teils langgezogenen Anstiegen. Von der Wechselzone am Bürgerhaus ging es dann zur dritten Disziplin, dem Laufen über 6,5 km, wobei dort im Waldbereich der „Schweineberg“ mit seinem etwa halben Kilometer Anstieg zu meistern war.
Bei den Männern setzte sich der Altenkirchener Sebastian Leins vom Kölner Triathlon-Team 01 gegen seine starken Konkurrenten Peter Meyer vom RSV Daadetal und den früheren Daadener Hendrik Lenz vom 3-force Team in souveräner Manier durch. Sebastian Leins war damit nicht zum ersten Male ganz oben auf dem Siegerpodest im Erbachtal vertreten. Und sowohl für Leins als auch für Meyer bot die ansprechende und herausfordernde Streckenführung eine ideale Vorbereitung und auch gute Überprüfung ihrer momentanen Verfassung auf dem Weg zum „Ironman“ in Frankfurt/Main in wenigen Wochen. Wünschen wir beiden Athleten bei diesem Unterfangen jetzt schon viel Erfolg, denn dort werden sie auf der Originaldistanz dann gut neun Stunden im Wettkampfstress gefordert sein.
Bei den Frauen eigentlich nichts Neues. „Sie kam, sah und siegte“ – so könnte es man bei der Seriensiegerin Caprice Giehl (jetzt für den TV Buschhütten startend) auf einen kurzen Nenner bringen. Überzeugend und mit großem Abstand zur Nächstplatzierten spulte sie ihr Wettkampfprogramm ab und konnte sich sogar noch einen zeitraubenden Umweg erlauben, um die Disziplin nach einem Fahrfehler auch korrekt zu absolvieren.
Duathlon für die Schüler und Jugendlichen:
Ganz ohne Duathlon lief es auch diesmal im Erbachtal nicht ab. Für die Jüngsten und Kleinsten ging es hier im Massenstart um die Mittagszeit ab 12.00 Uhr auf die Strecke. Die Distanz über 1,0 km Laufen, 7 km Radfahren und zum Abschluß noch 1,5 km Laufen wurde von den rund 40 Youngsters beherzt in Angriff genommen und mit durchweg guten Leistungen absolviert. Sicher haben hier einige auch „Lehrgeld“ bezahlen müssen, weil sie zu forsch ins Rennen gingen und dann unterwegs merkten, dass zwar der Wille zum Sieg da war, aber leider der Körper nicht mehr die nötige Fitness hatte. Vielleicht hatten sie im Sog der Wettkampfatmosphäre auch ganz einfach zu viel Gas gegeben. Sicher lernen sie schnell aus diesen Erfahrungen und wissen schon beim nächsten Mal, ihr Rennen besser und klüger einzuteilen.
Die bestplatzierten Ergebnisse in den Starterklassen im Überblick:
Triathlon:
Männer:
1. Platz: Sebastian Leins (Kölner Triathlon-Team 01)
2. Platz: Peter Meyer (RSV Daadetal)
3. Platz: Hendrik Lenz (3-force Team)
Frauen:
1. Platz: Caprice Giehl (TV Buschhütten)
2. Platz: Bianca Krah (Ejot Buschhütten)
3. Platz: Petra Ehrsam (TMK)
Staffel:
Männer:
1. Platz: Ww.-Radsportfreunde (Hörter, Baetz, Pithan)
2. Platz: SG Mörsbach (Schmitz, Winter, Vaccargiu)
3. Platz: SG Mörsbach (Christian, Winter, Neumann)
Frauen:
1. Platz: RSF Heldenwiese (Quarz A., Quarz R., v. Weschpfennig)
2. Platz: DLRG Altenkirchen (Pauly, Hinz, Brenncke)
3. Platz: DLRG Altenkirchen (Niederhausen, Kuhn, Oberender)
Duathlon:
Schüler A:
Jungs:
1. Platz: Pepe Rahl (MTBvD Poison)
2. Platz: Gian-Luca Klöckner (TPT-Hachenburg 09)
3. Platz: Janik Noll (WSG Bad Marienberg)
Mädchen:
1. Platz: Alicia Brenner (Ev. Gym. Bad Marienberg)
2. Platz: Kim Heuzeroth (Ev. Gym. Bad Marienberg)
3. Platz: Mira Weiss (TPT-Hachenburg 09)
Schüler B:
Jungs:
1. Platz: Lounis Benamer (TriKids Ahrweiler)
2. Platz: Moritz Schulte (SV Hellas Siegburg)
3. Platz: Colin Beck (Ev. Gym. Bad Marienberg)
Mädchen:
1. Platz: Hannah Wagner (VfB Wissen)
Schüler C:
Jungs:
1. Platz: Adil Bauer (TriKids Ahrweiler)
2. Platz: Luis Ermert (TSG Biersdorf)
3. Platz: Torben Sippel (SV Niedererbach)
Mädchen:
1. Platz: Danica Noll (WSG Bad Marienberg)
2. Platz: Kim Lia Steubl (SV Hellas Siegburg)
Jugend B:
Jungs:
1. Platz: Mircon Hohmann (KTT 01)
2. Platz: Max Büdenbender (TUS Horhausen)
Mädchen:
1. Platz: Thalea Fischer (Idrott för skoj)
2. Platz: Anna Röttger (Ev. Gym. Bad Marienberg)
3. Platz: Alisa Jung (WSG Bad Marienberg)
Erbacher Sportskanone:
Maximilian Räder
Größte Gruppe:
DJK Marienstatt
Besondere Ehrung anl. 10 Jahre Teilnahme am Ausdauersport im Erbachtal:
Die Organisatoren haben auch an die verdienten Sportler gedacht, die von der ersten Stunde des Ausdauerwettbewerbs im Erbachtal mit am Start waren und bisher jedes Jahr teilgenommen haben. Folgende vier Sportler wurden für ihre kontinuierliche und damit ausdauernde Teilnahme mit einem besonderen Pokal ausgezeichnet:
Henning Birkenbeul, der heute für Tri Finish Münster startet und im Erbachtal kein Unbekannter ist,
Karl-Heinz Damm, WSG Bad Marienberg,
Oliver Keht, SG Mörsbach und schließlich
Daniel Schneider, SV Niedererbach, der aus seinem Studienort in Freiburg/Breisgau sicher die weiteste Anreise hatte.
Besondere Eindrücke (Erstaunliches und Kurioses – deshalb ein Auszug):
- „Bitte beim nächsten Mal einen Tauchsieder bereitstellen, damit das Wasser nicht gar so kalt ist“ (Originalton der Sieger Leins und Giehl bei der Siegerehrung)
- „Hart, hammerhart und dann noch der blöde Wind bei dieser schwierigen Radstrecke, aber so wollen wir es auch gerne haben“
- „Ansprechend, sehr ansprechend, um nicht hochanstrengend zu sagen – und doch war es die gesuchte Herausforderung“
- „Bärenstarke Arbeit bis zur Erschöpfung – aber dann beim Lauf vom Sportplatz „Hohe Tannen“ in Richtung Ziel diesen Ausblick ins Tal auf Obererbach genießen zu können, entschädigt für alles!!!“ (Athlet aus dem Bonner Raum)
- „Eine wirklich tolle und sehr gut organisierte Veranstaltung, die noch lange sehr positiv in Erinnerung bleibt“ (Ein Teilnehmer aus dem Westerwald)
- „Trotz der anstrengenden Berge – ein echter Westerwälder kennt seine Landschaft, weiß um die tollen Berge und Täler, die einfach dazugehören, und hat keine Furcht vor solchen Herausforderungen“ (Ein Athlet aus dem Hachenburger Raum)
Fazit der Veranstaltung:
Danke an alle – die vielen, vielen Helfer, ob beim Streckenaufbau oder als Streckenposten beim Wettbewerb, beim Bewirten der Teilnehmer und Gäste mit Flüssigem und Nahrhaftem, beim Zubereiten der vielen Kuchen und und und ...
Auch die flinken Hände von Masseur „Doc“ Willi Weigel brachten auf die bestens bewährte Art schlappe Muskeln wieder auf Vordermann. Das war auch in einigen wenigen, aber sehr schmerzhaften Fällen von Wadenkrämpfen dringend nötig und wurde von Doc Willi souverän gemeistert.
Eine tolle, jederzeit auf aktuellem Stand ablaufende Moderation des Wettkampfgeschehens lieferten Holger Schmid und auch Olaf Müller ab.
Die Siegerehrung übernahm Wolfram Schuh, dem es auch gelang, dem ein und anderen Athleten noch einige Bemerkungen und Statements zu entlocken.
Es wurde wieder einmal sehr überzeugend unter Beweis gestellt, dass man im Erbachtal sehr gut in der Lage ist, auch eine solche Mammutveranstaltung im gemeinsamen Miteinander von vielen Helfern und Akteuren zu stemmen.
Die größte Anerkennung und Bestätigung dürften die vielen positiven Rückmeldungen gerade aus der teilnehmenden Sportlerschar sein. Sie werden sicher zugleich wieder Ansporn für die nächsten Unternehmungen und Veranstaltungen sein. Die kritischen Anmerkungen und Beiträge, in denen auch sehr viele konstruktive Tipps gegeben wurden, werden dankbar angenommen und fließen in die jetzt kommenden Überlegungen zur Fortsetzung der Ausdauersportveranstaltung im Erbachtal ein.
Der Auftakt zur diesjährigen, inzwischen 8. Auflage des Sparkassen-Fitness-Cups, der um eine weitere Veranstaltung (Altenkirchener Sparkassen-Bike-Biathlon) auf inzwischen dann sechs Wettbewerbe ausgedehnt wurde, ist erfolgreich gemacht worden!
Angesichts des spontanen positiven Feedbacks am Wettkampftag von einzelnen Athleten äußerte sich Olaf Müller schon einmal gegenüber der Presse so: „Das Feedback der Athleten entscheidet für 2012 zwischen Duathlon und Triathlon“. Das sagt Olaf Müller nicht nur einfach so, sondern einige Tage später schickt er auch schon die Einladungen an das Organisationsteam mit der knapp gehaltenen Vorgabe „Was machen wir nächstes Jahr?“ heraus.
Von daher wird jetzt anhand unterschiedlicher Eindrücke, der Auswertung der Teilnehmerzahl und weiterer Kriterien sehr gründlich ausgelotet werden, wie man auch den Spagat zwischen den etablierten „Profis“ und den interessierten Volkssportlern hinbekommen kann. Warten wir also ab, was sich Weiteres im Erbachtal nach sorgfältiger Auswertung und Bewertung tut.
Klar dürfte sein, dass sich der Ausdauersport im Erbachtal als ein fester Bestandteil etabliert hat. Und klar ist auch, dass die Athleten sehr frühzeitig über die weiteren Schritte und Überlegungen aus dem Erbachtal informiert werden.

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